Unsere Verantwortung: Schiedsrichter und Zuschauer

Nach manchen Jugendspieltagen bleibt ein  Wermutstropfen: Immer wenn von  den Zuschauerrängen  Hektik auf dasSpielfeld übergeht, kommt man ins Grübeln. Wird dabei ein vierzehnjähriger Schiedsrichter angegangen, bleiben einem die Worte weg.

Erinnert sei daran, dass die Zahl tätlicher Übergriffe auf Schiedsrichter im Jugendbereich in den letzten Jahren ständig zunimmt. Kein Wochenende vergeht mehr, ohne dass es zu Zwischenfällen kommt. Meistens beginnt es mit verbalen Angriffen von der Tribüne, durch die Zuschauer ihre  eigene Sicht des Spielgeschehens mehr oder weniger objektiv, aber immer lautstark,  kundtun.

Wo sonst als bei E-Jugend kann ein Jugendlicher sich im  schwierigen  Amt des Schiedsrichter versuchen, denn in der E-Jugend steht Spielerlebnis, nicht das Ergebnis im Vordergrund.

Die Wirklichkeit sieht anders aus: Bereits in den jüngsten Klassen kochen die Emotionen hoch, der Schiedsrichter ist Freiwild, egal wie alt er ist.

Leider denken die meisten Zuschauer erst über ihr eigenes Verhalten nach, wenn ihr eigenens Kind als Jung-Schiedsrichter auf dem Spielfeld steht.

Wer sich weiter dafür interessiert kann nach dem Rücktritt der Schiedsrichterfunktionäre Flammer und Kramer googeln, die nach tätlichen Übergriffen auf Jungschiedsrichter ihre langjährigen Tätigkeiten für den Handball aus Enttäuschung beendeten.

Es ist unser Sport, wir sind verantwortlich wie er sich entwickelt.

Hier sind alle Handball-Freunde, alle Trainer, Betreuer und Zuschauer gefordert, unseren Sport von Aggressionen freizuhalten.

Nehmt Einfluß!

 

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